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Chronologie: Vom ‚Braunen Haus‘ zum NS-Dokumentationszentrum

1. Mai 2015
Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums

30. April 2015
Festakt zur Eröffnung

Frühjahr 2014
Fertigstellung des Gebäudes und Beginn der Einrichtung der Dauerausstellung.

2012
Benjamin und Emanuel Heisenberg gewinnen mit einem medienkünstlerischen Beitrag den Wettbewerb für „Kunst am Bau".

Prof. Dr.-Ing. Winfried Nerdinger wird vom Stadtrat einstimmig zum Gründungsdirektor ernannt.

Am 9. März legen der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus Dr. Ludwig Spaenle und der Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann den Grundstein für den Neubau an der Brienner Straße.

Der Kulturausschuss der Stadt München billigt einstimmig das Ausstellungskonzept der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Hans Günter Hockerts, Professorin Dr. Marita Krauss, Professor Dr. Peter Longerich und Professor Dr.-Ing. Winfried Nerdinger, das Grundlage für das Ausstellungsdrehbuch der Daueraustellung ist.

2011
Die Landeshauptstadt und PD Dr. Irmtrud Wojak trennen sich einvernehmlich.

Beginn der Bauarbeiten.

2009
Die Stadt verpflichtet Privatdozentin Dr. Irmtrud Wojak als Gründungsdirektorin des NS-Dokumentationszentrums München.

Das Berliner Architekturbüro Georg Scheel Wetzel gewinnt den ersten Preis des Realisierungswettbewerbs für den Neubau an der Brienner Straße.

Aufschrift am Sockel des nördlichen ‚Ehrentempels‘, Aufnahme von 2009 | Foto: LHM

2008
Zusage des Bundes, ein Drittel der Projektkosten des künftigen NS-Dokumentationszentrums zu übernehmen. Damit ist die Finanzierung des Baus gesichert.

2006
Erste Einigung zur Finanzierung. Der Freistaat erklärt sich bereit, das Grundstück, auf dem bis 1947 das ‚Braune Haus‘ stand, unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und sagt zu, ein Drittel der Projektkosten zu übernehmen.

2003
Der Stadtrat sagt die städtische Trägerschaft und die Übernahme der laufenden Betriebskosten für das NS-Dokumentationszentrum zu, sofern sich Freistaat und Bund an den Baukosten beteiligen.

2001/02
Münchens Stadtrat fällt den Grundsatzbeschluss: Ein NS-Dokumentationszentrum soll im Umfeld des Königsplatzes errichtet werden.

1990
Der Freistaat will Musikhochschule und Museumsbauten erweitern. Im Zuge eines Architekturwettbewerbs soll auch für die ‚Ehrentempel‘ eine städtebauliche Lösung gefunden werden. Die Entwürfe der Architekten führen zu heftigen Kontroversen. Keiner wird umgesetzt.

1988
Der Königsplatz wird wieder begrünt. Das NS-Regime hatte das unter Ludwig I. geschaffene Ensemble für Aufmärsche genutzt und auf dem Platz Granitplatten verlegt.

1985
Der Platz der Opfer des Nationalsozialismus wird umgestaltet. Es wird ein neues Denkmal aufgestellt. Der Gedenkstein aus dem Jahr 1965 wird auf den Platz der Freiheit in Neuhausen verlegt.

1984
An der neuen Landesbank-Zentrale auf dem Areal des ehemaligen Getapo-Hauptquartiers wird auf Initiative Münchner Bürger eine Gedenktafel angebracht, die an die Geschichte des Orts erinnert.

1974
Verkauf des gesamten Geländes des ehemaligen Wittelsbacher Palais an die Bayerische Landesbank. Die Stadt will ihr Kulturzentrum mittlerweile in Haidhausen bauen.

1965
Der Platz der Opfer des Nationalsozialismus bekommt ein erstes Denkmal.

1961
Die Stadt kauft einen Teil des Areals, auf dem das ehemalige Wittelsbacher Palais stand. Sie will ein Kulturzentrum errichten. Das war der Vorschlag von Stadträten, die im Gefängnistrakt der Gestapo-Zentrale inhaftiert waren. Der restliche Teil des Geländes bleibt Eigentum des Freistaats, der eine Gedenkstätte errichten will.

1956
Die Fundamente der ‚Ehrentempel‘ werden bepflanzt. Anlass ist die 800-Jahr-Feier der Stadt München im Jahr 1958. Bis dahin waren sie hinter Bretterzäunen versteckt. Planungen für eine Überbauung waren zuvor gescheitert.

1950
Das Wittelsbacher Palais wird abgerissen. Das als Münchner Gestapo-Zentrale genutzte Gebäude war bei einem Luftangriff beschädigt worden.

1947
Sprengung der ‚Ehrentempel‘ an der Brienner Straße. In ihnen hatten die Nationalsozialisten die Särge der sogenannten ‚Märtyrer der Bewegung‘ aufgestellt. Aus technischen Gründen (Verlauf von Heizungsrohren) bleiben die Fundamente erhalten.

1946
Am Rondell zwischen Brienner Straße und Maximiliansplatz entsteht der „Platz der Opfer des Nationalsozialismus". Der Vorschlag der ehemals politisch Verfolgten, den Königsplatz in „Platz der Opfer des Nationalsozialismus" umzubenennen, fand keine ausreichende Unterstützung.

1945
Unmittelbar nach Ende des Krieges gibt es erste Überlegungen, am Königsplatz eine Erinnerungsstätte für die Opfer des NS-Regimes zu errichten. Die Nationalsozialisten hatten den inmitten des ehemaligen Parteiviertels gelegenen Platz für Aufmärsche und Propagandazwecke genutzt.

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