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Kunstprojekt: Brienner 45

Das Kunstprojekt Brienner 45, April 2015 | © Benjamin und Emanuel Heisenberg (Foto: Orla Connolly)

Im Außenbereich des NS-Dokumentationszentrums München entstand das Medienkunstwerk „Brienner 45" der Brüder Benjamin und Emanuel Heisenberg in Zusammenarbeit mit Elisophie Eulenburg. Im Rahmen des städtischen Programms „Kunst am Bau“ wurde vom Kulturreferat der Landeshauptstadt für den Neubau ein Kunstwettbewerb ausgerichtet. Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland beteiligten sich an dem Wettbewerb unter dem Titel „Ursachen für den Aufstieg des Nationalsozialismus in München – Folgen für Gegenwart und Zukunft".

Der Beitrag der Brüder Benjamin und Emanuel Heisenberg ging als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Im Zentrum ihres Konzepts stehen filmische Collagen, in denen Texte aus Schlüsseldokumenten der NS-Zeit mit historischen und zeitgenössischen Bildern konfrontiert werden. Die Filmclips werden auf Monitoren gezeigt, die wie Mauerreste im Außenraum des Neubaus verstreut sind. Die Installation macht Passanten, Besucher und Anwohner auf die historische Bedeutung des Ortes aufmerksam.

Die Jury lobte den künstlerischen Ansatz der Brüder, der die NS-Semantik dekonstruiere, indem er Widersprüche sichtbar mache und irritierende Bezüge zur Gegenwart herstelle. Die gelungene künstlerische Umsetzung einer innovativen Erzählform entfalte bei ho­hem intellektuellen Anspruch gleichzeitig auch eine starke emotionale Wirkung, so die Jury. Die „pro­duktive Irritation gewohnter Denk- und Sichtweisen“ zwinge den Betrachter, neu an das Thema heranzugehen.

Visualisierung des Kunstprojekts Brienner 45| © Benjamin und Emanuel Heisenberg

Der Regisseur, Autor und Künstler Benjamin Heisenberg (geb. 1974 in Tübingen) studierte in München an der Akademie der bildenden Künste und an der Hochschule für Film und Fernsehen. Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit sind Filme und Videoarbeiten, für die er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 2006 den Max Ophüls Preis, 2010 den Bayerischen Filmpreis und 2011 den Österreichischen Filmpreis, erhalten hat.
Der Unternehmer und Autor Emanuel Heisenberg (geb. 1977 in Würzburg) hat als Wirtschaftshistoriker zum Themenbereich Nationalsozialismus geforscht.
Elisophie Eulenburg (geb. 1983 in Bonn) studierte Kunst an der Universität der Künste in Berlin, Central Saint Martins College Of Art and Design in London und am Cooper Union College in New York. Mit ihren Fotografien, Videos und Skulpturen hat sie an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen.

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