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Das Parteiviertel der NSDAP

Mitarbeiter bei der Verwaltung der Mitgliederkartei im ‚Verwaltungsbau der NSDAP‘, Aufnahme vom März 1937 | Foto: Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

In der Nachbarschaft des ‚Braunen Hauses‘ entstand im Laufe der dreißiger Jahre ein Parteizentrum mit zahlreichen Zentralbehörden und Nebenstellen der Partei. Die NSDAP brachte in dem Areal zwischen Karl- und Gabelsbergerstraße immer mehr Grundstücke in ihren Besitz, zum Teil unter massivem Druck auf die Eigentümer. Das weitläufige Verwaltungszentrum erstreckte sich zeitweise auf 68 Gebäude. Die Bauten waren zum Teil unterirdisch miteinander verbunden und verfügten über eine eigene technische Infrastruktur. Etwa 6.000 Menschen arbeiteten hier bis April 1945 für die Partei.

Während sich die politische Macht in Berlin konzentrierte, blieb München als Ursprungsort der NSDAP während der gesamten nationalsozialistischen Herrschaft das Zentrum der Parteibürokratie. Von hier aus führte die Reichsleitung der NSDAP die weit verzweigte Parteiorganisation im gesamten Reichsgebiet.

1933 wurde der Architekt Paul Ludwig Troost mit dem Entwurf zweier monumentaler Repräsentationsbauten, ‚Führerbau‘ und ‚Verwaltungsbau der NSDAP‘ sowie den beiden ‚Ehrentempeln‘ für die Toten des 9. November 1923 beauftragt. Der ‚Führerbau‘ diente Hitler und seinem Stab, im ‚Verwaltungsbau‘ wurde die zentrale Kartei der rund acht Millionen Mitglieder der NSDAP geführt.

In der Nacht zum 30. September 1938 unterzeichneten England, Frankreich, Deutschland und Italien im ‚Führerbau‘ an der Arcisstraße das so genannte Münchner Abkommen: Die Tschechoslowakei musste ohne Mitspracherecht das Sudetenland an das Deutsche Reich abtreten. Das Abkommen gilt als Höhepunkt der gescheiterten „Appeasement“-Politik.

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