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Das ‚Braune Haus‘ am Königsplatz

Das ‚Braune Haus‘, 1934 (Quelle: Stadtarchiv München)

Parteizentrale der NSDAP

Am Standort des NS-Dokumentationszentrums befand sich seit 1829 eine klassizistische Villa, das so genannte Palais Barlow. 1930 kaufte die NSDAP das Gebäude und ließ es durch den Architekten Paul Ludwig Troost aufwändig umbauen. 1931 zog die Partei aus einem Hinterhaus in der Schellingstraße in das Gebäude und richtete hier ihre Zentrale ein. Die vornehme Lage entsprach dem gesteigerten repräsentativen Anspruch der Partei.

In dem Palais, das bald als ‚Braunes Haus‘ bekannt wurde, richtete sich die ‚NSDAP-Reichsleitung‘ ein. Hier befanden sich unter anderem die Arbeitszimmer Hitlers und seines Privatsekretärs Rudolf Heß, die ‚Oberste SA-Führung‘, die ‚Reichsführung SS‘ und die ‚Reichspressestelle‘ der NSDAP. Eine ‚Fahnenhalle‘ und ein ‚Standartensaal‘ dienten dem Parteikult. Die demokratische Presse verspottete die neue Parteizentrale als ‚Palais Größenwahn‘ und ‚Nazi-Bonzen-Palast‘.

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurden im Keller des ‚Braunen Hauses‘ politische Gegner gefangen gehalten und gefoltert. In seiner Nachbarschaft entstand ein weitläufiges Verwaltungsviertel mit Zentralbehörden und Nebenstellen der Partei.

1937 übernahm der neu errichtete ‚Führerbau‘ an der Arcisstraße die Funktion der Machtzentrale. Der wachsende Verwaltungsapparat der Partei wurde nach und nach in die Gebäude der Umgebung verlegt. Aber das ‚Braune Haus‘ blieb ein wichtiger Ort der nationalsozialistischen Propaganda.

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