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Heimrad Bäcker. Es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben
24|09|2020 – 03|01|2021

Am 23. September 2020 ist eröffnet die Ausstellung „Heimrad Bäcker. es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben“. Die Ausstellung widmet sich dem fotografischen Nachlass von Heimrad Bäcker, der sich seit der Schenkung im Jahr 2015 im mumok (Wien) befindet: ein Konvolut, das mit über 14.000 Einzelobjekten Zeugnis einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Holocaust ablegt. Davon wird eine Auswahl an Fotografien, Notizen, Textarbeiten und Fundstücken gezeigt. Bäckers Fotografien entstanden zum Teil lange bevor es eine öffentliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit gab. Sie zeigen ehemalige Konzentrationslager, die von Pflanzen über- wuchert oder aber bewusst einer anderen Verwendung zugeführt worden waren. Ergänzt werden die Fotos und Fundstücke Bäckers von der Sound-Arbeit „Ein mörderischer Lärm“ von Tatiana Lecomte sowie von Rainer Iglars Fotostrecke „Mauthausen 1974“.

Für die aktuelle Arbeit des NS-Dokumentationszentrums München – speziell die Entwicklung eines „lebendigen Erinnerungsortes Neuaubing“ – ist besonders interessant, dass die Arbeiten Bäckers einen Moment des Übergangs dokumentieren, in dem ehemalige, vergessene oder ignorierte, Opferorte als Gedenkorte in der öffentlichen Wahrnehmung zum ersten Mal eine neue und zentrale Rolle zu spielen beginnen.

Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, 23. September 2020, 19.00 Uhr.





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