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DIE STADT OHNE.
Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge

30|05–10|11|2019


Vom 30. Mai bis 10. November 2019 zeigt das NS-Dokumentationszentrum in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben die Wechselausstellung „DIE STADT OHNE. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Romanverfilmung „Die Stadt ohne Juden“ von 1924, eine Satire auf den seinerzeit grassierenden Antisemitismus in Wien, die auf Hugo Bettauers gleichnamigem Roman basiert. Ausgehend von einzelnen Filmszenen zeichnet die Ausstellung die Stufen des Ausgrenzungs­prozesses nach: von der Polarisierung der Gesellschaft bis hin zur endgültigen Vertreibung der vermeintlichen Feinde. Diese Entwicklung wird für die Zeit des Aufstiegs des Nationalsozialismus skizziert, als Antisemiten immer lauter den Ausschluss von Juden forderten. Im Film kehren die Juden in ihre Heimatstadt zurück – die historische Realität sah anders aus. Von der Fiktion Bettauers wendet sich die Ausstellung den tatsächlichen historischen Auswirkungen der Judenverfolgung zu, die in die Shoa mündeten. Aktuelle Beispiele führen vor Augen, wie Juden, Ausländer, Muslime und Flüchtlinge heute ausgegrenzt und angefeindet werden.

„DIE STADT OHNE“ stellt damit die Frage, ob und inwiefern die gesellschaftliche Spaltung während der Jahre des Aufstiegs des Nationalsozialismus mit der aktuellen Situation unserer Gegenwart verglichen werden kann, soll oder sogar muss. Durch ihren expliziten Gegenwartsbezug versteht sich „DIE STADT OHNE“ nicht nur als historische Ausstellung, sondern auch als Beitrag zur kritischen Reflexion heutiger gesellschaftlicher Dynamiken.

 Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 29. Mai 2019, 19.00 Uhr

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