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Gestaltung: Zeichen und Wunder


Heimrad Bäcker
es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben*

12|11|2020 bis 14|03|2021

Eine Ausstellung konzipiert vom mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München.


Aufgrund der Schließung der Museen bis mindestens 20. Dezember 2020 muss die geplante Ausstellungseröffnung am 11. November verschoben werden!



Die Ausstellung „Heimrad Bäcker. es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben“ widmet sich dem fotografischen Nachlass des Schriftstellers und Verlegers Heimrad Bäcker (1925-2003). Seit 2015 befindet sich dieses Konvolut von über 14.000 Einzelobjekten, die Zeugnis einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Holocaust ablegen, im Wiener mumok. Eine Auswahl von Fotografien, Notizen, Textarbeiten und Fundstücken wird nun im NS-Dokumentationszentrum München gezeigt. Bäckers Fotografien entstanden zum Teil lange bevor es eine öffentliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und den Orten der Verbrechen gab. Sie dokumentieren den Zustand der ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und Gusen in Oberösterreich, die von Pflanzen überwuchert oder aber bewusst einer anderen Verwendung zugeführt worden waren. Ergänzt werden die Fotografien und Fundstücke durch Ausschnitte aus Bäckers „nachschrift", einer dichterischen Auseinandersetzung mit Zeugnissen von Täter*innen und Opfern der Shoah, sowie durch die Sound-Arbeit „Ein mörderischer Lärm“ von Tatiana Lecomte und Rainer Iglars Fotostrecke „Mauthausen 1974“.

Die Arbeiten Bäckers dokumentieren einen Moment des Übergangs, in dessen Folge ehemalige, vergessene oder ignorierte Orte der Verfolgung und Vernichtung als Gedenkorte wahrgenommen wurden und zum ersten Mal eine zentrale Rolle in der Erinnerungskultur erhielten.

Kuratorinnen: Marie-Therese Hochwartner, Nora Linser und Susanne Neuburger





*Zitiert nach Heimrad Bäcker, nachschrift 2, edition neue texte, Graz 1997, hg. von Friedrich Achleitner und Thomas Eder, S. 5. Bäcker zitiert dabei eine Eintragung eines unbekannten Verfassers vom 25. Juli 1944 aus einem Tagebuch aus dem Getto Lodz, nach: Unser einziger Weg ist Arbeit. Das Getto Lodz 1940–1944, Frankfurt/Wien 1990, S. 268.





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