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Schild am Wanderweg „Chemin Walter Benjamin“. Der Weg wurde im nationalsozialistisch besetzten Frankreich von ca. 50.000 Flüchtlingen genutzt, um von den Grenzkontrollen unbemerkt nach Spanien zu gelangen. | © Stefan Boness/IPON/Süddeutsche Zeitung Photo

Vor Ort: Erinnerung, Exil, Migration

3. und 4. September 2021
Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung


Hatte die Jahrestagung 2018 Archive und Museen in den Mittelpunkt gerückt, so beschäftigt sich die Jahrestagung 2021 mit einer vielfältigen Topologie des Erinnerns, genauer gesagt: mit Orten des Exils und der Migration und ihrem Verhältnis zu Erinnerungskulturen. Durchgeführt in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München richtet sich der Blick auf eine vielfältige Topographie des Erinnerns und die Rolle von Orten im kollektiven Gedächtnis. Die Tagung ist interdisziplinär ausgerichtet und möchte den Austausch zwischen der Exilforschung und anderen Forschungsrichtungen anregen, die sich mit (erzwungener) Migration und Flucht befassen. Insofern thematisiert sie auch Exilerfahrungen jenseits des Exils und der Massenflucht in der Zeit des Nationalsozialismus.

Die 1984 gegründete Gesellschaft für Exilforschung e.V. bündelt Forschungen, die Umstände der Flucht sowie Lebens-, Arbeits- und Integrationsbedingungen von Emigrierten wie auch Möglichkeiten der Remigration rekonstruieren.

Die Tagung finden online über die Plattform Zoom“ statt.
Anmeldung unter
www.erinnerung-exil-migration.de

Programm

Freitag, 03.09.2021

08.30 | Beginn der Jahrestagung und Registrierung

09.00 | Begrüßung
Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München)
Inge Hansen-Schaberg (Gesellschaft für Exilforschung)

09.20 | Einführung in das Thema
Wiebke von Bernstorff (Hildesheim), Karolina Kühn (NS-Dokumentationszentrum München), Kristina Schulz (Neuchâtel)

Panel 1 | Historische Exilorte

Moderation: Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München)

09.40 | Vortrag
Ver-Ortungen der Oral History am Beispiel der deutsch-jüdischen Diaspora
Patrick Farges (Paris)

10.10-10.40 | Vortrag
Wandlungen des Exil- und Erinnerungsortes Shanghai
Thomas Pekar (Tokio)

10.40 | Diskussion
11.10 | Pause

11.20 | Vortrag
Exile and the Many Narratives of Jerusalem: Collective Memory, Contested Present, and the Political Role of Literary Texts
Nina Fischer (Frankfurt/M.)

11.50 | Vortrag
Diskurse um das Erinnern im Land der Täter und im Land der Zuflucht
Anna Corsten (München)

12.20 | Diskussion
12.50 | Mittagspause

Panel 2 | Ausstellungen und Denkmäler
Moderation: Kristina Schulz (Neuchâtel)

14.00 | Vortrag
Erinnerung findet Stadt. Vergegenwärtigung von Exil an den Orten von einst
Burcu Dogramaci (München), Mareike Schwarz (München)

14.30 | Vortrag
Staub des Vergessens: Über die Schwierigkeiten transnationaler Erinnerung des Exils am Beispiel der Gedenkstätte Camp des Milles
Nicole Colin (Aix-Marseilles)

15.00-15.30 | Diskussion
15.30-15.40 | Pause

15.40 | Vortrag
Straßen Namen Leuchten – ein Denkmal für die Familie Mann in München
Albert Coers (Berlin/München)

16.10 | Vortrag
Orte der Erinnerung an die „Kinderemigration" aus Frankfurt
Sylvia Asmus (Frankfurt/M.), Jessica Beebone (Frankfurt/M.)

16.40 | Diskussion
17.10 | Pause

19.00 | Podiumsdiskussion | Livestream unter www.youtube.com/nsdoku
Transnationales Erinnern im digitalen Raum
Juliane Bischoff (Digitales Projekt „Departure Neuaubing", NS-Dokumentationszentrum München), Cornelia Vossen (Exilmuseum Berlin), Heike Catherina Mertens (Multimedia App „Exit Exil", Villa Aurora/Thomas Mann House), Manuela Bojadžijev (Archiv der Flucht, Haus der Kulturen der Welt, Berlin)
Moderation: Karolina Kühn (NS-Dokumentationszentrum München)


Samstag, 04.09.2021

Panel 3 | Orte der Literatur

Moderation: Wiebke von Bernstorff (Hildesheim)

09.00 | Vortrag
„Die Sonne Prags geht im Mittelländischen Meer unter" – böhmisch-literarische Reminiszenzen in Palästina/Israel
Anna Dorothea Ludewig (Potsdam)

09.30 | Vortrag
Exilschmerz, Kindheitserinnerung und Fotografie. Zu Jusuf Naoums «Kaktusfeigen»
Mahamat Ali Alhadji (Maroua, Kamerun)

10.00 | Diskussion

10.30 | Vortrag
Ernst Toller und München
Anthony Grenville (London)

11.00 | Diskussion
11.15 | Laudatio für das Ehrenmitglied der Gesellschaft für Exilforschung Anthony Grenville von Andrea Hammel (Aberystwyth)

11.30 | Pause

12.00 | Vortrag
Erinnerungsort Film DOÑA FRANCISQUITA (S, 1934). Leerstellen und Potentiale der Filmexilforschung
Imme Klages (Mainz)

12.30 | Vortrag
Deutschland als ein Land, aus dem man flüchtet und in welches man flüchtet: Literarisierungen des Schicksals von Exilant*innen und Flüchtlingen
Anna Dąbrowska (Krakau)

13.00 | Diskussion und Abschluss
14.00-15.00 Uhr | Mitgliederversammlung Gesellschaft für Exilforschung


Zusatzangebot
Donnerstag, 02.09.2021 | Doktorand*innen-Workshop
Anmeldung und Information:
Bettina Bannasch (bettina.bannasch@phil.uni-augsburg.de)


> Download Tagungsprogramm | PDF

Die Teilnahme an der Online-Tagung ist kostenfrei
Veranstalter
Gesellschaft für Exilforschung In Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München

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Jonas Peter
veranstaltungen.nsdoku (at) muenchen.de

Tel. 089 233-67039

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