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Mit „alternativen Fakten“ gegen „Lügenpresse“ und „Meinungsdiktatur“. Wie rechte Medien gegen Demokratie und Vielfalt hetz(t)en

Spring School 2021
19. bis 20. April 2021


Rechtsextremisten nutzen digitale Netzwerke, um gegen demokratische Politiker*innen, kritische Journalist*innen und gesellschaftliche Vielfalt zu hetzen. Im Internet verbreiten sich Hassbotschaften und Gewaltaufrufe rasend schnell. Rechte Nutzer*innen werden in ihren radikalen Ansichten bestärkt, weil die Algorithmen der Betreiberplattformen digitaler Medien darauf ausgerichtet sind, Usern nur solche Meldungen anzuzeigen, die ihre Überzeugungen bestätigen. Rechtsterroristen wie die Attentäter von Utøya, Christchurch und Halle nutzten das Internet, um ihre Verbrechen anzukündigen und sich von ihren Gesinnungsgenossen für die Gewalttaten feiern zu lassen.

Doch die mediale Verbreitung rechter Hetze ist nicht allein ein Phänomen unserer digitalisierten Gegenwart. In der Weimarer Republik war es insbesondere die Münchner Zeitungs- und Verlagslandschaft, die antisemitische und rassistische Propaganda verbreitete und den Nationalsozialisten im Kampf um die mediale Deutungshoheit den Boden bereitete.

Die Spring School betrachtet im Rahmen von Vorträgen und Workshops zunächst die Verbreitung nationalsozialistischer Hasspropaganda und heutiger rechter Hetze. Danach geht es um die Frage, wie sich demokratische Organe gegen die NS-Propaganda wehrten und welche Strategien und Methoden sich heute eignen, rechten Hassbotschaften entgegenzuwirken.

Infos zur Spring School 2021
Die Spring School richtet sich an Studierende, Lehrkräfte und Multiplikator*innen. Sie findet online über die Plattform „Zoom“ statt. Nach der Anmeldung unter vermittlung.nsdoku (at) muenchen.de erhalten Sie die Zugangsdaten. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm

Montag, 19.04.2021 | Thema I: Vorurteil, Hetze, Lügen

13.30-14.00 | Begrüßung   
Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München)

14.00-14.15 | Einführung   
Wie rechte Medien gegen Demokratie und Vielfalt hetz(t)en
Dirk Riedel (NS-Dokumentationszentrum München)

14.15-14.35 | Impulsvortrag
„Der Stürmer und seine Leser“
Melanie Wager (Dokumentationszentrum Nürnberg)

14.35-14.55 | Impulsvortrag
Das rechtsalternative Internet zwischen Meinungsmanipulation und Rechtsterrorismus
Simone Rafael (Belltower News, Amadeu Antonio Stiftung, Berlin)

15.00-16.45 | Workshop   
Rechte Medien: Gestern und Heute
Melanie Wager und Simone Rafael

17.00-18.00 | Vortrag
„Der große Austausch“: Die Agitation der Identitären gegen Migration
Julian Bruns (Universität Wien)

19.00 | Gespräch   
Hate Speech: Wie Rechtsradikale das Netz für ihre Zwecke instrumentalisieren
Karolin Schwarz (Journalistin und Autorin, Berlin) und Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München)


Dienstag, 20.04.2021 | Thema II: Gegenwehr

13.30-13.45 | Begrüßung

13.45-14.30 | Vortrag   
Sozialdemokratische Presse im Kampf gegen Rechts
Olaf Guercke (Archiv der sozialen Arbeit - Friedrich Ebert Stiftung Bonn)

14.45-16.00 | Impulsvortrag und Erfahrungsaustausch
„Was hat das mit mir zu tun?" Auseinandersetzung mit rechter Propaganda in der Vermittlungsarbeit
Thomas Rink und Dirk Riedel (NS-Dokumentationszentrum München)

16.00-18.00 | Workshop   
Argumentationstraining gegen rechte Hetze im Internet
Larissa Bothe und Theresa Ostertag (Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Berlin)

18.00-18.15 | Abschlussdiskussion
       
19.00 | Gespräch
Geimpft gegen Lügen im Netz: Wie Jugendliche lernen, Fake News zu durchschauen und zu bekämpfen
Karoline Kuhla-Freitag (Redaktion Zeit Online, Berlin) und Ann-Kathrin Eckardt (Süddeutsche Zeitung, München)

Siehe auch

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