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Kommende Veranstaltungen

Do 17I08I2017 Zeitzeugengespräch: Bob Behr. Ein Überlebender erzählt

Sa 26I08I2017 Festakt: 150 Jahre Homosexuellenbewegung – Die Rede karl Heinrich Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag in München

Di 12I09I2017 Vortrag: Was Nazis über ihre Partei dachten. Die Abel-Collection als Quelle der Zeitgeschichte

Do 14I09I2017 Szenische Lesung: Der Fall Olga Benario

Mi 20I09I2017 Zeitzeugengespräch: Bogdan Bartnikowski: Erinnerungen hinter Stacheldraht

Di 26I09I2017 Gedenkveranstaltung: Alexander Schmorell und die Weiße Rose

Do 28I09I2017 Filmvorführung und Diskussion: Der Alltag von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in München und Bayern

Veranstaltungsprogramm Juli bis September 2017

Aktuell

26.08.2017 150 Jahre Homosexuellenbewegung – Die Rede Karl-Heinrich Ulrichs

Festakt[mehr]

Samstag 26|08|2017, 19.00 Uhr 150 Jahre Homosexuellenbewegung – Die Rede Karl-Heinrich Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag in München Im Jahr 2017 kann an ein besonderes Ereignis der gesellschaftlichen Formierung der lange unterdrückten, ausgegrenzten und verfolgten Minderheitengruppe der Homosexuellen erinnert werden: Am 29. August 1867 jährt sich zum 150. Mal der Auftritt von Karl-Heinrich Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag. Ulrichs öffentliches Einfordern einer reichseinheitlichen Straffreiheit gleichgeschlechtlicher Beziehungen war revolutionär und leistete einen wesentlichen Beitrag zum Bewusstsein einer rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Homosexuellen. Karl-Heinrich Ulrichs (1825–1895), Gerichtsassessor im Königreich Hannover, gilt als „Urvater“ der Homosexuellenbewegung. Es sollten nach seinem Auftritt jedoch noch weitere 30 Jahre ins Land gehen, bis mit der Gründung des Wissenschaftlich Humanitären Komitees die Basis für eine verstetigte Homosexuellenvertretung geschaffen wurde. Vier Jahre nach Ulrichs Rede wurde 1871 der § 175 im Strafgesetzbuch verankert. Dessen Geschichte bis hin zur aktuellen Diskussion um eine Entschädigung der Opfer des bis 1994 gültigen Gesetzes, wird in einem Festakt thematisiert. Neben einem Grußwort von Anke Müller-Jacobsen und Vorträgen von Wolfram Setz und Andreas Pretzel wird auch ein Re-Enactment des Auftritts Karl Heinrich Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag 1867 dargeboten. Das Schlusswort sprechen Männer, die nach § 175 verfolgt wurden.

Um 15.30 Uhr findet ein Stadtrundgang auf den Spuren von Karl-Heinrich Ulrichs statt (Treffpunkt: Karl-Heinrich Ulrichs Platz). Für die Teilnahme am Rundgang wird um Ameldung unter veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de gebeten.

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem forum homosexualität münchen e. V Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium Eintritt frei.

12.09.2017 Was Nazis über ihre Partei dachten

Vortrag[mehr]

Dienstag 12|09|2017
19.00 Uhr

Was Nazis über ihre Partei dachten. Die Abel-Collection als Quelle der Zeitgeschichte Felix Kellerhof Im Sommer 1934 beschrieben fast 700 Mitglieder der NSDAP, vorwiegend „alte Kämpfer“, ihren Weg in die Partei. Von diesen Berichten sind 584 erhalten; sie liegen im Nachlass des Soziologen Theodore C. Abel in der Hoover Institution in Stanford.

Abel hatte nach einem Besuch in Deutschland ein Preisausschreiben gestartet; prämiert werden sollte „die beste persönliche Lebensgeschichte eines Anhängers der Hitler-Bewegung“. Die Idee stieß auf Interesse. Ausdrücklich lobte zum Beispiel der Berliner Otto Hinz die Initiative: Die Deutschen wünschten sich „nichts sehnlicher“, als dass im Ausland die Vorurteile über den Nationalsozialismus fallen gelassen würden. Er begrüßte „aus vollem Herzen“ den Plan, frühen Anhängern „Gelegenheit zu geben, die Gründe, die sie zum Eintritt in die NSDAP bewegten, zu schildern und ihre Eindrücke der Bewegung zu beschreiben“.

Die Abel-Collection wurde bislang fast nur quantitativ, von Abel selbst 1938 und von dem deutsch-amerikanischen Sozialwissenschaftler Peter H. Merkl in den 1970er Jahren, genutzt. Für sein neues Buch „Die NSDAP. Eine Partei und ihre Mitglieder“ hat der Historiker und Geschichtsredakteur der WELT Sven Felix Kellerhoff diese einzigartigen Dokumente erstmals umfassend inhaltlich ausgewertet.

Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

14.09.2017 Der Fall Olga Benario

Szenische Lesung[mehr]

Donnerstag 14|09|2017

19.00 Uhr

Der Fall Olga Benario

Das Ausmaß der NS-Verbrechen und seiner Millionen Opfer ist kaum zu erfassen. Was am millionenfachen Schicksal nicht nachvollziehbar ist, zeigt beispielhaft das einzelne. Olga Benario, deutsche Komintern-Agentin jüdischer Herkunft, wurde 1936 hochschwanger aus Brasilien nach Deutschland ausgeliefert. In einem Frauengefängnis der Gestapo in Berlin brachte sie kurz darauf ihre Tochter Anita zur Welt, die man ihr nach 14 Monaten wegnahm. Zur gleichen Zeit befand sich ihr Lebenspartner und der Vater ihres Kindes, Luiz Carlos Prestes, in Brasilien in Einzelhaft. Die beiden Gefangenen konnten ihren Briefwechsel trotz größter Schwierigkeiten der Distanz, der Sprache und der Zensur selbst noch während Olga Benarios fast dreijähriger Inhaftierung im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück aufrechterhalten. Am 23. April 1942 wurde Olga Benario in der psychiatrischen Anstalt Bernburg südlich von Berlin ermordet.

Ute Kaiser, Gabriela Börschmann und Martin Molitor lesen aus dem bewegenden Briefwechsel und verbinden diesen Dialog mit Auszügen aus der 2015 veröffentlichten Gestapo-Akte Olga Benarios,
einer entlarvenden Selbstdarstellung der Täter und ihrer Ideologie.

Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

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veranstaltungen.nsdoku (at) muenchen.de

Birgit Sandhof | 089 233-67015

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