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Veranstaltungsprogramm Januar bis März 2017

Aktuell

01.03.2017 Sind Steine unschuldig? – Zum Umgang mit NS-Architektur

Vortrag von Winfried Nerdinger[mehr]

Mittwoch 01 |03 |2017
19.00 Uhr Das Haus der Kunst soll sich nach den Vorstellungen des britischen Architekten David Chipperfield wieder wie bei der Eröffnung 1937 im Stadtraum präsentieren, während umgekehrt das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau baulich so verändert werden soll, dass sein ursprünglicher Zustand nicht mehr ablesbar ist. Beim Haus der Kunst wurde das Argument bemüht, die Steine seien doch unschuldig und deshalb könne das angeblich großartige Museum einfach so wie es einmal war, wieder präsentiert werden. Historische Zusammenhänge hätten demnach keinerlei Bedeutung für die Bausubstanz. Beim „Hitlerhaus" in Braunau, das nicht für Hitler errichtet worden ist, er verbrachte dort nur ein paar Kinderjahre, wurde dagegen umgekehrt eine derartige Verbindung der Substanz mit der Historie behauptet, dass die angeblich dadurch kontaminierten Steine so verändert werden sollen, dass sie mit keiner Erinnerung an Hitler mehr verknüpft werden können. Wie viel Geschichte befindet sich in einem Bauwerk und wie kann, soll oder darf mit baulichen Relikten umgegangen werden, die im Nationalsozialismus entstanden oder mit diesem in Verbindung stehen? Prof. Dr.-Ing. Winfried Nerdinger war Professor für Architekturgeschichte und Direktor des Architekturmuseums der TU München. Seit 2012 ist er Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Brienner Straße 34, Auditorium Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

06.03.2017 Der Aufstieg rechter Bewegungen in den 1920er Jahren und heute: Wie gefährdet ist unsere Demokratie?

Vortrag von Andreas Wirsching[mehr]

Montag 06|03|2017 19.00 Uhr Teil 1 der Vortragsreihe: Wehret den Anfängen!
Der Aufstieg rechter Bewegungen in den 1920er Jahren und heute: Wie gefährdet ist unsere Demokratie?
Im Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA, im Jahr der französischen Präsidentschafts- und der deutschen Bundestagswahl befasst sich das NS-Dokumentationszentrum mit den aktuellen Entwicklungen, die populistische und rechte Bewegungen weltweit erstarken lassen und die liberalen Demokratien herausfordern. Bereits 1997 prognostizierte Ralf Dahrendorf in der ZEIT, dass wir uns „an der Schwelle zum autoritären Jahrhundert“ befänden. Aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts wissen wir, dass frühes Gegensteuern entscheidend ist. In dieser Vortragsreihe werden Analysen der aktuellen politischen Entwicklungen zur Diskussion gestellt und nach Gegenstrategien
zur Stärkung einer offenen Gesellschaft gefragt. In der Auftaktveranstaltung referiert Andreas Wirsching über die politischen und gesellschaftlichen Faktoren, die zum Aufstreben rechter Bewegungen geführt haben und gegenwärtig führen. Lassen sich die Entwicklungen der 1920er Jahre mit den heutigen Dynamiken vergleichen? Wie ist die gefährdete Demokratie zu schützen? Im Anschluss: Gespräch mit Dr. Andreas Zielcke (Journalist, Süddeutsche Zeitung). Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der LMU München und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte. Die Vortragsreihe wird im Mai und Juni 2017 fortgesetzt. > Download Programmflyer | 3,4 MB

Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München und Evangelische Stadtakademie München


06.03.2017 NS-Zwangsarbeit in der Erinnerung von Münchnern und Vertriebenen

Podiumsdiskussion im Tschechischen Zentrum München[mehr]

Montag 06|03|2017

19.00 Uhr

NS-Zwangsarbeit in der Erinnerung von Münchnern und Vertriebenen

Zwangsarbeit fand an einer Vielzahl von Orten in der heutigen Tschechischen Republik statt: sowohl in den Gebieten, die 1938 an das Deutsche Reich angeschlossen wurden und oft als „Sudetenland“ bezeichnet werden, als auch im „Protektorat Böhmen und Mähren“. Die vom 2.2. bis zum 7.3. 2017 im Tschechischen Zentrum München gezeigte Wanderausstellung „Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik“ thematisiert die weitgehend unbekannte Geschichte der NS-Zwangsarbeit in den böhmischen Ländern. Die Ausstellung wirft am Beispiel von 18 Orten in der Tschechischen Republik einen Blick auf die NS-Zwangsarbeit. Aktuellen Bildern der Orte werden Zeitzeugenaussagen und historische Fotografien gegenübergestellt, die im Zusammenhang mit der Zwangsarbeit und der Nachkriegsgeschichte der Orte stehen. Bei der Podiumsdiskussion sprechen Dr. Jürgen Zarusky (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin), Dr. Marketa Spiritová (LMU München), Dr. K. Erik Franzen (Collegium Carolinum München), Dr. Andreas Heusler (Stadtarchiv München), Dr. Alfons Adam (Ustav pro studium totalitních rezimu, Prag) und Dr. Angela Hermann (NS-Dokumentationszentrum München) über die NSZwangsarbeit in der Erinnerung von Münchnern und Vertriebenen. Moderation: Petr Brod (Journalist) Ort: Tschechisches Zentrum München, Prinzregentenstr. 7, 80538 München Veranstalter: Tschechisches Zentrum München in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Collegium Carolinum München Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

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Kontakt Veranstaltungen

veranstaltungen.nsdoku (at) muenchen.de

Birgit Sandhof | 089 233-67015

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