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11.11.2018 | 10.00 Uhr

"Shoah"

Frankreich/Großbritannien, 1985, 566 min
Film

Der französische Filmemacher Claude Lanzmann legte Mitte der 1980er Jahre mit „Shoah“ eine der radikalsten und umfassendsten Filmarbeiten über den Holocaust vor. 12 Jahre Dreharbeiten und Recherche, 350 Stunden Material, 9 1/2 Stunden Film gegen das Vergessen.

Dabei verzichtet dieses epische Großprojekt auf Musik, auch auf jegliche Form des Kommentars und vor allem auf historisches Archivmaterial – auf die Bilder von Massengräbern, Gaskammern, ausgemergelten Körpern. Im Mittelpunkt stehen nicht die Dokumente der Vergangenheit, sondern die Gegenwärtigkeit des Erinnerns. Lanzmann besuchte die Orte der Vernichtung, die „Todesfabriken“ Chelmno, Belzec, Sobibor, Treblinka, Auschwitz und fand Orte vor, über die Gras gewachsen war. Daher seine Insistenz, mit der er in Polen, in Israel, in den USA, in Deutschland letzte Augenzeugen der Katastrophe – seltene Überlebende der „Sonderkommandos“, Zuschauer und auch NS-Täter – ausfindig machte und zu Deportation und Lageralltag befragte.

In Erinnerung an den im Juli 2018 verstorbenen Regisseur und an die Opfer des Holocaust zeigt das NS-Dokumentationszentrum vom 7. bis 11. November „Shoah“ täglich ab 10 Uhr in seinem Auditorium. Der Eintritt ins NS-Dokumentationszentrum ist in dieser Woche frei.


Ort NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München

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