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Veranstaltungen

01.04.2019 | 13.30 Uhr

Nationalsozialistische Hinterlassenschaften. Umgang mit Tätergeschichte

Spring School 2019

Jahrzehntelang wurde die Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen vor allem bei besonders exponierten Akteurinnen und Akteuren des NS-Regimes gesucht, während die Beteiligung der vielen einzelnen Täterinnen und Täter verdrängt wurde. Heute sind die meisten von ihnen nicht mehr am Leben. Doch die Spuren der nationalsozialistischen Täterschaft bleiben.


Im Mittelpunkt der diesjährigen Spring School steht die Frage, welche Nachwirkungen die nationalsozialistische Täterschaft bis heute hat und wie an diesen Teil der Geschichte erinnert wird.


Dazu werden historische Orte betrachtet, die unmittelbar mit der Tätergeschichte verbunden sind: Orte wie das Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin oder der Obersalzberg bei Berchtesgaden, wo sich heute Bildungsstätten und Dokumentationszentren befinden. Vor welchen Herausforderungen stehen diese Einrichtungen, wenn es darum geht, die vielfältige Geschichte dieser Orte zu vermitteln? Wie wird in den Familien der Täter*innen an die NS-Zeit erinnert und vor welchen Auseinandersetzungen stehen die Nachkommen, wenn sie sich ihrer Familiengeschichte stellen? Abschließend wird die Frage behandelt, wie sich die Mehrheitsgesellschaft im Nationalsozialismus verhalten hat und wie sich ihre Geschichte in der historisch-politischen Bildung vermitteln lässt.


Die Spring School richtet sich an Studierende, Lehrkräfte und Multiplikatoren.



Ort NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium und Raum 5.12

Kosten 20 €

Anmeldung bildung.nsdoku@muenchen.de

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit



Programm


Mo 01|04|2019


13.30 – 17.30 Uhr | Auftakt

Begrüßung

Anke Hoffsten, stellv. Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München

Monika Franz, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit


NS-Dokumentationszentrum München: Bildungsangebote zu Täterschaft und Mehrheitsgesellschaft

Felizitas Raith und Dirk Riedel, NS-Dokumentationszentrum München


19.00 Uhr | Vortrag

NS-Täterschaft in der historisch-politischen Bildung – Was lässt sich aus der Beschäftigung mit der NS-Täterschaft lernen?

Thomas Sandkühler, Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik, HU Berlin   



Di 02|04|2019: Täterschaft und historischer Ort


9.00 – 13.00 Uhr | Vorträge

Idyll und Verbrechen, Täterort und Tatorte. Was hat der Obersalzberg mit Auschwitz zu tun?

Sven Keller, Dokumentation Obersalzberg


Probleme und Chancen im Umgang mit der Geschichte der Wewelsburg als „Kultort“ der SS

Markus Moors, Kreismuseum Wewelsburg


Vermittlung der Geschichte des Holocaust ausgehend vom historischen Ort des Hauses der Wannsee-Konferenz

Elke Gryglewski, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz


14.00 – 17.30 Uhr | Workshops

Workshops zu den Vortragsthemen mit Sven Keller, Markus Moors und Elke Gryglewski



Mi 03|04|2019: Täterschaft und Familiengedächtnis


9.00 – 13.00 Uhr | Vorträge

Der lange Schatten der Täter: Dem Schweigen der Täter mit Aufklärung begegnen

Alexandra Senfft, Autorin und Publizistin, Fuchstal/Paros


„Ideologische Vererbungslehre“ oder wie lange der „Geist des Vergangenen“ nachwirkt

Friedemann Derschmidt, Akademie der Bildenden Künste Wien


Fragen an die Geschichte: Im Gespräch mit Angehörigen der zweiten und dritten Generation

Oliver von Wrochem, KZ-Gedenkstätte Neuengamme


14.00 – 17.30 Uhr | Workshops

Workshops zu den Vortragsthemen mit Alexandra Senfft, Friedemann Derschmidt und Oliver von Wrochem


19.00 Uhr | Podiumsdiskussion

Das Schweigen brechen. Reden über NS-Täterschaft im Familiengedächtnis

mit Alexandra Senfft, Friedemann Derschmidt und Alfons Kenkmann

Moderation: Monika Franz, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit München



Do 04|04|2019: Täterschaft und Gesellschaft


9.00 – 13.30 Uhr | Vortrag und Workshop

Optionen menschlichen Handelns in der NS-Diktatur. Orientierung für die Zukunft?

Alfons Kenkmann, Historisches Seminar der Universität Leipzig

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Kontakt Veranstaltungen

veranstaltungen.nsdoku (at) muenchen.de

Birgit Sandhof | 089 233-67015

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Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, können von Veranstaltungen des NS-Dokumentationszentrums München ausgeschlossen werden.