Deutsch
English
schwarz-weiss Version
Farb-Version
A A A
Zum Downloadbereich
unserer Smartphone-App

Smartphone-App

Presseinformationen

Aktuelle Wechselausstellung

Tell me about yesterday tomorrow

Eine Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums München über die Zukunft der Vergangenheit

28|11|2019–30|08|2020



„The purpose of art is to lay bare the questions that have been hidden by the answers.“ (James Baldwin)

Das NS-Dokumentationszentrum München zeigt in seiner neuen Ausstellung „Tell me about yesterday tomorrow“ zeitgenössische Kunstwerke von 46 internationalen Künstler*innen. Im Zentrum der Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit der Deutung von Vergangenheit und deren Anknüpfung an unsere Gegenwart. Der Ort der Ausstellung – die Kunstwerke werden in der Dauerausstellung sowie im gesamten Haus gezeigt – bringt zeitgenössische Kunst in einen Dialog mit der Erinnerungsarbeit des NS-Dokumentationszentrums München. „Tell me about yesterday tomorrow“ erweitert die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte um internationale Perspektiven, öffnet den Blick auf globale Lebensrealitäten und erzählt in vielgestaltigen Bildern von Vergangenem und Zukünftigem. Die Künstler*innen unterschiedlicher Generationen widmen sich in ihren Arbeiten einer Vielzahl von Themen: dem Wiedererstarken von Nationalismus, Rassismus oder Antisemitismus, der gewaltvollen Ausbeutung von Mensch und Natur, den kulturellen wie politischen Auswirkungen von Krieg, Unterdrückung und Trauma sowie der Darstellung nationaler Mythen. Bei der Auswahl handelt es sich sowohl um 18 neue Arbeiten aus den vergangenen dreißig Jahren, als auch um künstlerische Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Bandbreite der eingesetzten Medien reicht von Malerei, Zeichnung und Fotografie, über Installation, Video bis hin zu Performance.

Mit der Ausstellung betreten sowohl das NS-Dokumentationszentrum München als auch der Kurator Nicolaus Schafhausen Neuland an der Schnittstelle von Kunst und Geschichtswissenschaft. In enger Zusammenarbeit der beiden Disziplinen ist keine abgeschlossene, lineare Abhandlung entstanden, sondern ein komplexes Bild vergangener wie aktueller Wirklichkeiten. Die Ausstellung zielt nicht auf Vollständigkeit, sondern auf Vielstimmigkeit, wobei bewusst Raum offenbleibt, um weitere Erzählungen und Deutungen einzubringen. Im Kontrast zur chronologischen, wissensbetonten Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus“ bietet „Tell me about yesterday tomorrow“ Raum für individuelle Zugänge und Aneignungen. Mit ästhetischen Mitteln werden Denk- und Diskussionsräume geöffnet, die unser Empfinden, unsere Überzeugungen, Gewohnheiten und unser Handeln hinterfragen.


Überblick über die versammelten Themen
Zum Umgang mit der deutschen Geschichte, den Nachwirkungen der NS-Zeit und neuen Formen von rechter Ideologie

Eine große Gruppe Künstler*innen knüpft direkt an den Kontext des NS-Dokumentationszentrums an und beschäftigt sich mit historischen Kontinuitäten und dem Befinden unserer Gegenwart. Künstler*innen wie Marcel Odenbach, Gregor Schneider sowie Rosemarie Trockel, die sich bereits seit Langem mit der deutschen Nachkriegsgeschichte beschäftigen, haben neue Werke sowie Neuarrangements früherer Arbeiten zur Ausstellung beigetragen. Trockels „Frankfurter Engel“, der seit 1994 als Mahnmal für die in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen in der Frankfurter Innenstadt steht, wurde für „Tell me about yesterday tomorrow“ in neuer Form produziert. Odenbach entwarf zwei neue großformatige Collagen, die die Schatten der NS-Geschichte im Bild des Nachkriegsdeutschlands darlegen. Schneider wiederum wirft mit seiner Auseinandersetzung mit Joseph Goebbels Geburts- haus Fragen nach dem Umgang mit historischen Orten und deren Nachwirken auf.

Mit dem Zusammenwirken von Ort und Geschichte setzte sich auch Leon Kahane anhand des ehemaligen Sammellagers Drancy auseinander, in dem seine Großmutter, die Künstlerin Doris Machol, bis zur Befreiung gefangen war. Annette Kelm porträtierte von den Nationalsozialisten verbrannte Bücher, die auch eine Anknüpfung an den Ort in München herstellen. In einer zweiten Fotoserie spürt sie Relikten der NS-Zeit in Stuttgart nach. Auf dem Gelände einer Recyclingfirma befinden sich dort 14 Travertinsäulen, die für ein Mussolini-Denkmal der Nationalsozialisten in Berlin geplant waren und nie abgeholt wurden.

Von ganz aktuellen Geschehen berichten Sebastian Jungs Arbeiten: Zeichnerisch dokumentierte er die emotionale Mobilisierung bei rechtsextremen Großdemonstrationen in Chemnitz, verfolgte den Prozess gegen den NSU in München und verarbeitete das Video des Täters des rechtsextremistischen Anschlags in Halle im Oktober 2019. Zudem besuchte er die Gedenkstätten Dachau und Buchenwald und hielt in weiteren Zeichnungen fest, wie Menschen mit Erinnerungsorten umgehen. Die Gedenkstätte Dachau spielt auch in den Arbeiten von Andrea Büttner, die sich mit dem angrenzenden Karmelitinnenkloster beschäftigt, sowie bei Willem de Rooij, der sich erinnerungspolitischen Fragen stellt, eine Rolle.

Von historischen Brüchen und ideologischen Kontinuitäten zeugen Hito Steyerls Videoarbeiten aus den späten 1990er Jahren, die Aus- grenzungstendenzen sowie antisemitische und rassistische Gewalt im wiedervereinten Deutschland nachzeichnen. Als Tochter von Holocaust-Überlebenden setzt Ydessa Hendeles in ihren Werken die eigene Biografie in den Kontext allgemeiner Tendenzen der Ausgrenzung und Konstruktionen von Zugehörigkeit. Spezifisch für München und den Ausstellungsort, die Benediktinerabtei St. Bonifaz, hat Hendeles eine großräumige Komposition aus historischen Objekten, Kunstwerken und persönlichen Artefakten zusammen- gestellt, die eine Erzählung von gesellschaftlichen Dystopien hin zu Utopien des Gemeinschaftlichen entwirft.


Historische Werke

Die Ausstellung zeigt auch kanonisierte künstlerische Werke der NS- und Nachkriegszeit, die sich lohnen, neu betrachtet, bewertet und teilweise entmystifiziert zu werden. Zu den weniger bekannten Arbeiten zählen Harald Pickerts Zeichnun- gen aus dem Zyklus „Pestbeulen Europas“, Malereien von Artur (Stefan) Nacht-Samborski, Else Lasker-Schülers zeichnerische Arbeiten sowie Mira Schendels Künstlerbücher. Während es dem jüdischen Intellektuellen Nacht-Samborski gelang, aus dem Ghetto Lemberg zu fliehen und durch den Entwurf einer neuen Identität zu überleben, verbrachte Harald Pickert sechs Jahre seines Lebens als politischer Gefangener in Konzentrationslagern. Mira Schendels Arbeiten sind geprägt von ihrer Fluchtgeschichte und Erfahrungen im Exil, verbunden mit dem Gefühl, die eigene Sprache zu verlieren.

Mit Emil Nolde ist auch ein Künstler vertreten, dessen Werk eine historische Neubewertung erfuhr. Noldes antisemitische Gesinnung und Zugehörigkeit zur NSDAP wurde in der öffentlichen Wahrnehmung häufig verdrängt und die Tatsache, dass seine Werke beschlagnahmt und als „entartet“ diffamiert wurden, in den Vordergrund gestellt. Ein umfangreiches Forschungsprojekt legte jüngst die menschenfeindlichen Anschauungen des Künstlers offen und zeigte, das
die bisherige Nolde-Erzählung revidiert werden muss.


Internationale Positionen zu vergessenen, verdrängten und unterdrückten Geschichten

Ein Anliegen des Projekts „Tell me about yesterday tomorrow“ ist es, die Themen der Dauerausstellung um internationale Perspektiven zu erweitern. Dabei geht es gerade auch um Leerstellen in der Geschichtsschreibung, die durch koloniale Herrschaft, hegemoniale Deutungsmuster, aber auch wirtschaftliche Interessen bedingt sind.

Kader Attia beschäftigt sich in seinen Video-Essays einerseits mit dem Umgang von Sammlungen aus der Kolonialzeit und der Rückführung kultureller Güter und anderseits mit den postkolonialen Nachwirkungen im gesellschaftlichen Zusammenleben. Sammy Baloji zeichnet die Ausbeutung von Mensch und Natur im Kontext der Geschichte in der kongolesischen Region Katanga nach. Die Videoarbeit von Lawrence Abu Hamdan erzählt vom libanesischen Bürgerkrieg und inwiefern die Zeugnisse dieser Zeit bewusst unter Verschluss gehalten werden und nicht öffentlich zugänglich sind.

Die Werke von Aslan Ġoisum zeichnen Spuren der tschetschenischen Geschichte nach, die großteils nicht in die offizielle nationale Erzählung Eingang fand. Dabei macht er auf subtile Weise darauf aufmerksam, dass die Aufarbeitung von Geschichte immer an herrschende Systeme geknüpft ist.

In der Ausstellung ist eine Reihe von kanadischen Künstler*innen vertreten, die sich mit der von Genozid, Verfolgung, Entrechtung und Entwurzelung geprägten Geschichte der First Nations beschäftigen. Brian Jungens Zeichnung verweist auf die kulturellen Grenzziehungen zwischen Kanadas indigener Bevölkerung und den europäisch geprägten Bewohner*innen. Existenzielle Ängste und Verlusterfahrungen kommen in Brenda Draneys Malereien zum Ausdruck, die auf eigenen Erfahrungen beruhen, aber Raum für die Aneignung durch die Betrachtenden schaffen. Kent Monkman, der aus dem Volk der Cree stammt, thematisiert in seinen Arbeiten häufig gewaltvolle Episoden aus der Geschichte der nordamerikanischen indigenen Völker. In seiner großformatigen Malerei „The Deluge“ verbindet er das biblische Sujet der Sintflut mit der nordamerikanischen Kolonialgeschichte. Die Darstellung der queeren Figur „Miss Chief“ – Monkmanns Alter Ego – bricht mit stereotypen westlichen Darstellungsweisen und verkehrt die ihnen zugrunde liegenden Machtverhältnisse.


Identitätspolitische Perspektiven

Darüber hinaus geht die Ausstellung auch aktuellen identitätspolitischen Diskursen nach: Welches Bild von Gesellschaft wird repräsentiert? Wer spricht und wer wird gehört? Wer fühlt sich gesehen und anerkannt?

Ausgehend vom Kontext der USA schafft Arthur Jafa vielfältige Bilder von afroamerikanischer Kultur, die sich von einem dominierenden „weißen“ Blick zu emanzipieren suchen. Baseera Khan untersucht in ihrer Praxis, wie sich kapitalistische Machtstrukturen in Mode, Kultur, Religion und individuelle Körper einschreiben. Dabei thematisiert sie eigene Erfahrungen als amerikanische Muslima und widmet sich Fragen von kultureller Verdrängung und Entfremdung, insbesondere unter Bezugnahme auf die amerikanische Pop- und Konsumkultur. Emeka Ogbohs Beitrag zur Ausstellung ist eine Weiterentwicklung seines „Sufferhead Original“-Projekts, für das er gemeinsam mit lokalen Bierbrauereien jeweils ortsspezifische Schwarzbiere entwickelt, die Geschmackspräferenzen von in Europa lebenden Afrikaner*innen einbeziehen. Dabei stößt er Vorstellungen von Nation, den Einfluss von Migration und nicht zuletzt Fragen des Umgangs mit unterschiedlichen Ethnien und populistisch geschürten Ängsten an. In ihrem Video dokumentiert Cemile Sahin Reaktionen, die sie auf einen ihrer Artikel auf der Onlineseite einer Zeitung erhalten hat. Im Artikel beschreibt sie Erfahrungen von Kurd*innen, die nicht nur in der Türkei staatlichen Repressionen ausgesetzt sind, sondern deren Geschichte und Sprache auch außerhalb des Landes vielfach unterdrückt werden.
Mit der Veröffentlichung und Verarbeitung der zumeist negativen Kommentare auf ihren Artikel wirft sie unter anderem die provokante Frage auf, ob Geschichtsschreibung heute auch in den Kommentarforen von Onlinemedien stattfindet.


Digitale Gegenwart und Zukunft


Auch die gesellschaftlichen Veränderungen durch den Einfluss digitaler Technologien sowie Szenarien einer von Algorithmen beherrschten Zukunft spielen in „Tell me about yesterday tomorrow“ eine Rolle. Keren Cytter untersucht die Auswirkungen digitaler Kultur auf zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktionen. Ihr Film vermittelt das Gefühlsbild einer Zeit, in der Hass und Abwertungen medial verbreitet werden und sich in Formen von Misogynie, Sexismus oder Altersdiskriminierung äußern. Jon Rafmans Arbeit führt die Entfremdung und Isolation vor Augen, die Menschen durch digitale wie technologische Mittel voneinander trennen und jedes Gefühl von Gemeinschaft auflösen. Er entwirft Szenarien einer post-industriellen, dematerialisierten Welt, in der Menschen nur noch als digitale Avatare existieren. Trevor Paglen wiederum macht die Systeme und Machtstrukturen sichtbar, die hinter Datenerfassung und Überwachungsstrategien liegen. Seine Arbeit „The Effect Was Almost Magical“ basiert auf einer Lernsoftware, die zur Spracherkennung für künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Dabei stößt er nicht nur die Frage an, wie Computer hören, lesen und vielleicht auch verstehen, sondern auch wie Menschen erfasst und beurteilt werden.


Assembly & Publikation

„Tell me about yesterday tomorrow“ ist mehr als nur eine Ausstellung. Zu dem von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekt gehören außerdem eine Assembly und eine Publikation, die 2020 umgesetzt werden. „Assembly” ist der Titel eines vielstimmigen öffentlichen Programms, das die Ausstellung im Frühsommer 2020 diskursiv und performativ aktiviert. Der Vorplatz des NS-Dokumentationszentrums wird dazu zur interdisziplinären, kommunikativen Plattform für Diskurs, Performance, musikalische und filmische Beiträge.

Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Kulturschaffenden und Journalist*innen widmet sich der Veranstaltungsschwerpunkt dem Thema Erinnerung im Spannungsfeld von Kunst und Politik. Mit Blick auf aktuelle geschichtsrevisionistische Tendenzen und Szenarien wird die Relevanz von Erinnerungskultur für die Zukunft unserer Demokratien erörtert. Dabei werden sich Vorträge, Diskussionsrunden, Konzerte, Performances sowie Lesungen und Filmscreenings abwechseln, die ein breites diverses Publikum ansprechen sollen.

Demokratie braucht lebendige Formen der Beteiligung, die unterschiedliche globale Lebenserfahrungen einbeziehen – so der Grundgedanke hinter der mehrtägigen Veranstaltungsreihe. Es geht darum, der Diversität und Komplexität der Gegenwart Rechnung zu tragen und Möglichkeiten des gemeinsamen Handelns entlang gesellschaftlicher Bruchlinien auf diskursive wie poetische Weise zu verhandeln.

Die begleitende Publikation wird im Herbst 2020 erscheinen. Eine interdisziplinäre Gruppe von Autor*innen aus den Bereichen Geschichte, Kunst, Philosophie, Journalismus, Poesie, Comic und Film beschäftigen sich darin mit der komplexen Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft: Inwiefern beeinflusst (Nicht-)Wissen um Vergangenes unseren Blick auf Gegenwärtiges und unsere Erzählungen von Zukünftigen; und inwiefern verändert der Blick auf aktuell diskutierte Zukunftsszenarien unser Empfinden gegenüber der Vergangenheit? Der Band ist mit Bedacht thematisch breit angelegt und interdisziplinär zusammengestellt – von individuellen biografischen Erfahrungen über intergenerationellen Austausch bis hin zur Diskussion aktueller gesellschaftlicher Phänomene. Dieser Zugang versucht eine Entkoppelung des Diskurses, und damit eine Verlagerung von den Plattformen der Fachdisziplinen in einen „shared space“ von Kunst, Wissenschaft, Literatur und Medien. Der globale Zugang reflektiert, dass das Thema „Erinnerung“ längst nicht mehr nur im Rahmen nationaler Kultur sondern im Kontext einer kosmopolitischen, viel- stimmigen Narration gedacht werden soll.


Begleitprogramm

Zusätzlich zur Assembly flankiert ein Veranstaltungsprogramm die Ausstellung. Jeden Dienstag, mit Ausnahme von Feiertagen, werden offene Rundgänge angeboten. Für den individuellen Gang durch die Ausstellung steht ein Audioguide in Deutsch und Englisch zur Verfügung, der weiterführende Informationen zu 13 ausgewählten Kunstwerken enthält. Nicolaus Schafhausen moderiert am 29. November ein Künstler*innengespräch mit Annette Kelm und Udo Kittelmann und spricht am 11. Dezember gemeinsam mit Mirjam Zadoff und Ulrich Matthes über „Die Rolle von Künstler*innen in Zeiten wie diesen“. Beide Veranstaltungen finden im Lenbachhaus München statt.

2020 wird das Begleitprogramm mit einer Lesung von Jackie Thomae aus ihrem Buch „Brüder“ fortgesetzt. Am 31. Januar spricht Ken Lum, der für „Tell me about yesterday tomorrow“ seine Arbeit „Coming Soon“ beigesteuert hat, im Rahmen des Symposiums „Public Art — City. Politics. Memory“ über „Monument Lab: Engaging and Unearthing the Next Generation of Monuments, Public Spaces and Sites of Memory“. Cemile Sahin, eine weitere Künstlerin der Ausstellung, liest am 17. Februar aus ihrem kürzlich erschienen Roman „TAXI“. Die Münchner Autorin Lena Gorelik bietet am 21. März eine Schreibwerk- statt zur Ausstellung an. Ausgehend von dem Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer Kunst und Geschichte können die Teilnehmer*innen eigene Texte produzieren. Die Vermittlungsabteilung des NS-Dokumentationszentrums bietet eine Lehrer*innenfortbildung sowie Angebote für Schulklassen an. Diese und weitere Veranstaltungen werden unter www.yesterdaytomorrow.nsdoku.de bekanntgegeben.


Künstler*innen

Lawrence Abu Hamdan, Heba Y. Amin, Kader Attia, Sammy Baloji, Michal BarOr, Cana Bilir-Meier, Ayzit Bostan, Mohamed Bourouissa, Andrea Büttner, Keren Cytter, Brenda Draney, Loretta Fahrenholz, Sirah Foighel Brutmann & Eitan Efrat, Aslan Ġoisum, Ydessa Hendeles, Arthur Jafa, Sebastian Jung, Brian Jungen, Leon Kahane, Annette Kelm, Baseera Khan, Ken Lum, Paweł Kowalewski, Else Lasker-Schüler, Jumana Manna, Paula Markert, Michaela Meise, Michaela Melián, Kent Monkman, Artur (Stefan) Nacht-Samborski, Olaf Nicolai, Emil Nolde, Marcel Odenbach, Emeka Ogboh, Trevor Paglen, Harald Pickert, Joanna Piotrowska, Jon Rafman, Willem de Rooij, Cemile Sahin, Mira Schendel, Gregor Schneider, Hito Steyerl, Diamond Stingily, Rosemarie Trockel, Želimir Žilnik


Nicolaus Schafhausen (Künstlerischer Leiter)

Nicolaus Schafhausen ist Kurator. Seit 2011 ist er als strategischer Direktor für die kanadische Shorefast Foundation|Fogo Island Arts tätig. Schafhausen ist künstlerischer Leiter der Ausstellung “Tell me about yesterday tomorrow” am NS-Dokumentationszentrum in München, die sich als eine Erweiterung zur Erinnerungsarbeit mittels zeitgenössischer Kunst versteht. Schafhausen kuratierte zahlreiche internationale Ausstellungen wie das Festival Media City Seoul 2010 und war als Kurator für das Dutch House auf der Expo in Shanghai 2010 tätig. 2007 und 2009 verantwortete er die Beiträge für den Deutschen Pavillon bei der 52. (Isa Genzken) und 53. (Liam Gillick) Biennale di Venezia sowie 2015 des Kosovo Pavillons auf der 56. (Flaka Haliti). Von Ende 2012 bis Anfang 2019 war Schafhausen Direktor der Kunsthalle Wien.


Mirjam Zadoff (Direktorin)

Mirjam Zadoff ist seit Mai 2018 Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München. Von 2014 bis Sommer 2019 war sie Inhaberin des Alvin H. Rosenfeld Chairs in Jewish Studies und Professor for Modern History an der Indiana University Bloomington. Sie hat in Wien studiert, in München promoviert und habilitiert, und hatte Gastprofessuren und Fellowships in Zürich, Berkeley, Berlin und Augsburg inne. Zadoff ist Autorin zahlreicher Artikel und der in mehrere Sprachen übersetzten Monographien „Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem“ und „Nächstes Jahr in Marienbad. Gegenwelten jüdischer Kulturen der Moderne.“


Das NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet (erweiterte Öffnungszeiten für Schulklassen und Gruppen sind nach Vereinbarung möglich).

Downloads

> Pressemappe PDF | 2,2 MB

> Booklet zur Ausstellung PDF | 3,6 MB

> Zu den Pressebilder





Allgemeine Presseinformationen zum NS-Dokumentationszentrum München

Presseinformation NS-Dokumentationszentrum München
> Download PDF | 679,1 KB

Presseinformation Dauerausstellung
> Download PDF | 733,1 KB

Presseinformation Lernforum
> Download PDF | 74 KB

Presseinformation Bildungsangebote
> Download PDF | 80 KB

Presseinformation Besucherinfos
> Download PDF | 83 KB

Nach oben


Presseinformationen zurückliegende Wechselausstellungen

Pressemappe Wechselausstellung "Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge"
30|05|–10|11|2019
> Download PDF | 2,2 MB

Pressemappe Wechselausstellung „Nicht Schwarzweiß. Eine Intervention in Farbe“
28|02–05|05|2019
> Download PDF | 2,2 MB

> Download Begleitheft PDF | 5,0 MB

Pressemappe Wechselausstellung „Ronit Agassi. The Fifth Season
14|02–05|05|2019
> Download PDF | 726 KB
> Download Begleitheft PDF | 2,6 MB

Pressemappe Wechselausstellung „Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in München 1933–1945“
27|05|2018 – 06|01|2019
> Download PDF | 726 KB


Pressemappe Wechselausstellung „Die Technische Hochschule München im Nationalsozialismus“
18|05–26|08|2018
> Download PDF | 700 KB

Pressemappe Wechselausstellung „Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“
29|11|2017–02|04|2018
> Download PDF | 682 KB

Pressemappe Wechselausstellung „Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939–1945“
14|09–29|10|2017
> Download PDF | 4,5 MB

Pressemappe Wechselausstellung „Alfred Hrdlicka. Wie ein Totentanz - Die Ereignisse des 20. Juli 1944“
22|06–27|08|2017
> Download PDF | 721 KB

Pressemappe Wechselausstellung „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“
08|03 – 05|06|2017
> Download PDF | 5,1 MB

Pressemappe Wechselausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933-1945“
27|10|2017–12|02|2017
> Download PDF | 3,4 MB

Pressemappe Wechselausstellung „Adolf Frankl - Kunst gegen das Vergessen“
21|07–25|09|2017
> Download PDF | 5,8 MB

Pressemappe Wechselausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus"
5|04–26|06|2016
> Download PDF | 1,7 MB

Pressemappe Wechselausstellung  „Der Warschauer Aufstand 1944“
29|10|2015–28|02|2016
> Download PDF | 1,3 MB

Presseinformation Wechselausstellung „Das Unsagbare zeigen. Künstler als Warner und Zeugen 1914-1945“
01|05–27|09|2015
> Download PDF | 1,7 MB

Nach oben


Sonstige Presseinformationen

Pressemappe „Digitale Medien im NS-Dokumentationszentrum München“
> Download PDF | 2,0 MB

Presseinformation „Brienner 45"
> Download PDF | 80 KB

Presseinformation historischer Ort
> Download PDF | 93 KB

Presseinformation Projektrückblick
> Download PDF | 84 KB

Presseinformation Direktorin Prof. Dr. Mirjam Zadoff
> Download PDF | 74 KB

Siehe auch

Pressekontakt

Dr. Kirstin Frieden
Tel. 089 233-67013
presse.nsdoku@muenchen.de

Ihr Besuch

Informationen zu Öffnungszeiten, Anfahrt, Gruppenangeboten, Preisen