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Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in München 1933–1945

27|09|2018–06|01|2019

01 | Münchner Zeugen Jehovas mit Missionskarren, 1920er Jahre | © Privatbesitz Maria Rehm
02 | Gestapo-Foto eines aufgedeckten Bücherlagers der Zeugen Jehovas in der Münchner Implerstraße 18, 1937 | © StAM, StAnW 8474
03 | Titelseite der von Jehovas Zeugen herausgegebenen Zeitschrift „Trost“, Ausgabe vom 15.2.1938 | © JZD Archiv
04 | Häftlingskleidung eines Zeugen Jehovas | © JZD Archiv

Als 1938 in den Konzen­trationslagern einheitliche Markierungen für die unterschiedlichen Häftlingsgruppen eingeführt wurden, mussten alle Zeugen Jehovas einen lila Winkel tragen. Häufig wurden die „Bifos“ (abgeleitet von Bibelforscher) genannten Häftlinge von anderen separiert und durch die SS schikaniert.
05 | Martin und Gertrud Pötzinger, 1935 | © JZD Archiv

Martin Pötzinger organisierte 1936 die Verbreitung der „Luzerner Resolution“ in München. Er wurde verhaftet und zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Verbüßung der Haft lehnte Pötzinger es ab, dem NS-Regime die Treue zu schwören, und wurde in das KZ Dachau, 1939 in das KZ Mauthausen überstellt.

Gertrud Pötzinger war 1938 zu dreieinhalb Jahren Einzelhaft verurteilt worden. Da sie sich jedoch standhaft weigerte, sich von ihrem Glauben loszusagen, wurde sie 1941 im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. Ab 1943 musste sie als Haushaltshilfe in der Familie eines SS-Offiziers arbeiten.
06 | Gertrud Pötzinger als Haushaltshilfe in einem SS-Haushalt mit dem Kind eines SS-Offiziers, 1944 | © JZD Archiv
07 | Rudolf Moebs, undatiert | © JZD Archiv

Rudolf Moebs stammte aus einer Münchner Handwerkerfamilie, die den Zeugen Jehovas angehör­te. Im Kriegseinsatz verweigerte er den Dienst an der Waffe. Ein Kriegsgericht verurteilte ihn daraufhin im Juli 1942 zum Tode, im August wurde er von einem Hinrichtungskommando erschossen.
08 | Rudolf Moebs' letzter Brief an seine Mutter, zwei Wochen vor seiner Hinrichtung, 28.7.1942 | © BayHStA, LEA 25856
09 | Therese Kühner, undatiert | © JZD Archiv

Therese Kühner stellte während des Kriegs ihre Wohnung für Besprechungen der Zeugen Jehovas zur Verfügung und besaß einen Abziehapparat, mit dem regimekritische Schriften vervielfältigt wurden. Im August 1943 wurde sie verhaftet. Nach einjähriger Gefängnishaft wurde sie vom Volksgerichtshof wegen Verbreitung regimefeindlicher Schriften zum Tode verurteilt. Sie wurde im Oktober 1944 in Berlin-Plötzensee enthauptet.
 

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Diese Pressebilder können im Rahmen der aktuellen Presseberichterstattung zur Ausstellung unter Angabe des vollständigen Bildnachweises kostenfrei verwendet werden. Leider können wir aus rechtlichen Gründen nicht alle Bilder in hoher Auflösung zum direkten Download bereitstellen.

Hoch aufgelöste Dateien sowie weitere Motive sind unter presse.nsdoku (at) muenchen.de oder Telefon 089/233-67014 erhältlich.

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