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Spring School 2018 | Foto: Orla Connolly

Spring School 2019

Nationalsozialistische Hinterlassenschaften.
Umgang mit Tätergeschichte

Montag 01|04 bis Donnerstag 04|04|2019

Jahrzehntelang wurde die Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen vor allem bei besonders exponierten Akteurinnen und Akteuren des NS-Regimes gesucht, während die Beteiligung der vielen einzelnen Täterinnen und Täter verdrängt wurde. Heute sind die meisten von ihnen nicht mehr am Leben. Doch die Spuren der nationalsozialistischen Täterschaft bleiben.

Im Mittelpunkt der Spring School 2019 steht die Frage, welche Nachwirkungen die nationalsozialistische Täterschaft bis heute hat und wie wir an diesen Teil der Geschichte erinnern.

Es werden historische Orte betrachtet, die unmittelbar mit der Tätergeschichte verbunden waren: Orte wie das Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin oder der Obersalzberg bei Berchtesgaden, wo sich heute Bildungsstätten und Dokumentationszentren befinden. Vor welchen Herausforderungen stehen diese Einrichtungen, wenn es darum geht, die vielfältige Geschichte dieser Orte zu vermitteln? Wie wird in den Familien der Täterinnen und Täter an die NS-Zeit erinnert und vor welchen Auseinandersetzungen stehen die Nachkommen, wenn sie sich ihrer Familiengeschichte stellen? Abschließend wird die Frage behandelt, wie sich die Mehrheitsgesellschaft im Nationalsozialismus verhalten hat und wie sich ihre Geschichte in der historisch-politischen Bildung vermitteln lässt.

Die Spring School wird in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit konzipiert und durchgeführt und richtet sich an Studierende, Lehrkräfte und Multiplikatoren.


Anmeldung (bis 18|03|2019) bildung.nsdoku@muenchen.de
Kosten 20 Euro
Facebook – Twitter – Instagram @nsdoku | #nsdokuSpringSchool
Ort NS-Dokumentationszentrum München
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München

Programm

Mo 01|04|2019

13.30 – 17.30 Uhr | Auftakt
Begrüßung

Anke Hoffsten, stellv. Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München
Monika Franz, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

NS-Dokumentationszentrum München: Bildungsangebote zu Täterschaft und Mehrheitsgesellschaft
Felizitas Raith und Dirk Riedel, NS-Dokumentationszentrum München

19.00 Uhr | Vortrag
NS-Täterschaft in der historisch-politischen Bildung – Was lässt sich aus der Beschäftigung mit der NS-Täterschaft lernen?
Thomas Sandkühler, Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik, HU Berlin    



Di 02|04|2019: Täterschaft und historischer Ort

9.00 – 13.00 Uhr | Vorträge
Idyll und Verbrechen, Täterort und Tatorte. Was hat der Obersalzberg mit Auschwitz zu tun?

Sven Keller, Dokumentation Obersalzberg

Probleme und Chancen im Umgang mit der Geschichte der Wewelsburg als „Kultort“ der SS

Markus Moors, Kreismuseum Wewelsburg

Vermittlung der Geschichte des Holocaust ausgehend vom historischen Ort des Hauses der Wannsee-Konferenz
Elke Gryglewski, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

14.00 – 17.30 Uhr | Workshops
Workshops zu den Vortragsthemen mit Sven Keller, Markus Moors und Elke Gryglewski



Mi 03|04|2019: Täterschaft und Familiengedächtnis

9.00 – 13.00 Uhr | Vorträge
Der lange Schatten der Täter: Dem Schweigen der Täter mit Aufklärung begegnen

Alexandra Senfft, Autorin und Publizistin, Fuchstal/Paros

„Ideologische Vererbungslehre“ oder wie lange der „Geist des Vergangenen“ nachwirkt
Friedemann Derschmidt, Akademie der Bildenden Künste Wien

Fragen an die Geschichte: Im Gespräch mit Angehörigen der zweiten und dritten Generation
Oliver von Wrochem, KZ-Gedenkstätte Neuengamme

14.00 – 17.30 Uhr | Workshops
Workshops zu den Vortragsthemen mit Alexandra Senfft, Friedemann Derschmidt und Oliver von Wrochem

19.00 Uhr | Podiumsdiskussion
Das Schweigen brechen. Reden über NS-Täterschaft im Familiengedächtnis

mit Alexandra Senfft, Friedemann Derschmidt und Alfons Kenkmann
Moderation: Monika Franz, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit München



Do 04|04|2019: Täterschaft und Gesellschaft

9.00 – 13.30 Uhr | Vortrag und Workshop
Optionen menschlichen Handelns in der NS-Diktatur. Orientierung für die Zukunft?

Alfons Kenkmann, Historisches Seminar der Universität Leipzig

 

 

Siehe auch

Ihr Besuch

Informationen zu Öffnungszeiten, Anfahrt, Gruppenangeboten, Preisen

München und der Nationalsozialismus
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