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13.03.2021 | 19.00 Uhr

Zur Erinnerung an die Deportation der Münchner Sinti und Roma am 13. März 1943

Gedenktag

Die Veranstaltung findet online via YouTube-Livestream statt. https://youtu.be/hL7AN7aohqA


Vor 78 Jahren, am 13. März 1943, veranlasste die Münchner Polizei die Deportation von 130 Sinti und Roma aus München und Umgebung in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Am 8. März 1943 begannen in München die Verhaftungen ganzer Familien. Bis heute ist die Zahl der ermordeten Kinder, Frauen und Männer nicht exakt zu bestimmen; der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma geht von insgesamt etwa 500 000 Menschen aus, die den Mordaktionen und den grausamen Bedingungen in den Konzentrationslagern zum Opfer fielen.Nach Kriegsende setzten sich die Diskriminierung und Kriminalisierung der Angehörigen dieser Minderheit in Behörden, Schulen und Institutionen fort. Die wenigen überlebenden Sinti und Roma erfuhren weder eine Anerkennung als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung noch erhielten sie Entschädigungsleistungen. Die Täter hingegen konnten in den allermeisten Fällen ihre Karrieren ungebrochen weiterführen. Auch heute noch sehen sich Sinti und Roma mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert. Der Gedenktag findet in diesem Jahr ausschließlich online statt.


Ab 18.00 Uhr: Projektion der Namen an der Fassade des NS-Dokumentationszentrums

Pandemiebedingt können die jährliche Namenslesung und Kranzniederlegung am Platz der Opfer des Nationalsozialismus sowie die Gedenkveranstaltung im NS-Dokumentationszentrum München am 13. März 2021 nicht wie gewohnt stattfinden. Um die Opfer dennoch in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, werden ihre Namen an die Fassade des NS-Dokumentationszentrums projiziert. Die Kranzniederlegung und das Stille Gedenken mit Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Roberto Paskowski (Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V.) ist Teil des Livestreams der zentralen Gedenkveranstaltung.


19.00 Uhr: Die zentrale Gedenkveranstaltung findet online via YouTube-Livestream unter www.youtube.com/nsdoku statt. In Rahmen der Veranstaltung sprechen Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Erich Schneeberger (Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V.) und Dr. Mirjam Zadoff (Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München). Dr. Markus End (Zentrum für Antisemitismusforschung – TU Berlin) hält den Gedenkvortrag zum Thema „Antiziganismus in der Bundesrepublik Deutschland: Kontinuitätslinien und Brüche“.



Der Gedenktag wird von einer Arbeitsgruppe konzipiert, der das Kulturreferat der LHM, das Stadtarchiv, NS-Dokumentationszentrum, die Fachstelle für Demokratie, Drom Sinti und Roma, Stattreisen e.V., die KZ-Gedenkstätte Dachau, die Lagergemeinschaft Dachau, Madhouse gemeinnützige GmbH, der Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V., das Polizeipräsidium München und die Seelsorge für Ethnische Minderheiten der Erzdiözese München und Freising angehören

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