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18.07.2019 | 20.00 Uhr

Stauffenberg. Porträt eines Attentäters

Lesung und Gespräch mit Thomas Karlauf und Géraldine Schwarz

Wer war Claus von Stauffenberg? Die Figur des Oberst, der am Mittag des 20. Juli 1944 die Bombe zündete, die Hitler töten sollte, blieb in der Literatur immer schemenhaft. Wir kennen den langen Weg der Opposition, der schließlich zum Anschlag geführt hat, aber bis heute gibt es kein überzeugendes Bild von der Persönlichkeit des Attentäters. Weil wir in erster Linie nach moralischen Kriterien urteilen, tun wir uns mit der Einordnung des militärischen Widerstands schwer.


Die neue Stauffenberg-Biografie versucht unter Berücksichtigung bisher unbekannter Quellen, die Ideenwelt des Attentäters zu rekonstruieren. Die Normen, die sein Denken und Handeln bestimmten, waren für ihn lange Zeit vereinbar mit Hitlers Politik. Erst im Sommer 1942 begann er umzudenken und seine politische Verantwortung über Pflicht und Gehorsam zu stellen. Als er zwei Jahre später seine Tat umsetzte, fühlte er sich von den meisten seiner Mitverschwörer im Stich gelassen.


Im Gespräch mit der deutsch-französischen Journalistin Géraldine Schwarz berichtet der Autor Thomas Karlauf darüber, warum sich Deutschland schwer tut mit der Einordnung militärischen Widerstands im Allgemeinen und dem Gedenken an Claus von Stauffenberg im Speziellen.


Ort Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München

Eintritt 12 € | 8 € ermäßigt. Tickets unter Tel. 089 29193427 oder www.reservix.de

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem Literaturhaus München und dem Blessing Verlag

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