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08.10.2018 | 19.00 Uhr

Muslimischer Antisemitismus - Ursachen und Ausprägungen

Gespräch mit David Ranan und Sonja Zekri

Anti-jüdische Einstellungen unter Muslimen sind unbestritten weit verbreitet. Aber warum? Die gängigen Definitionen und Erkenntnismuster, erklärt der deutsch-britische Kultur- und Politikwissenschaftler und Autor David Ranan, reichen nicht mehr aus, um den Antisemitismus vieler Muslime zu beschreiben. Hat das Ganze nur mit dem Nahostkonflikt zu tun oder sind Muslime etwa grundsätzlich antisemitisch? Ist Judenhass gar ein integraler Teil des Islam? Oder ist er eine Erscheinungsform des Islamismus?

Um Antworten zu finden, hat Ranan für sein Buch „Muslimischer Antisemitismus – Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?“ mehr als 70 Interviews mit jungen muslimischen Studierenden und Akademikern vor allem in Deutschland geführt. Im Zentrum standen ihre Haltungen und Gefühle zu Juden, zum Judentum, dem Holocaust und Israel und schließlich die Frage, wie sie sich zu Deutschland stellen, seiner Israelpolitik und seiner Geschichtskultur. Mit den Ergebnissen der Gespräche, die er vor dem historischen Hintergrund und dem ungelösten Nahostkonflikt untersucht, zeigt Ranan, dass dieses brisante, heftig umkämpfte Feld neu bewertet werden muss.

An diesem Abend diskutiert die Journalistin Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung) mit David Ranan über die Thesen seines Buches.


Ort NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München

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