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17.06.2021 | 19.00 Uhr

Komplizen der deutschen Täter: Das Fußvolk der „Endlösung“

Gespräch mit Thomas Sandkühler und Frank Bajohr

Die Rekrutierung und Mitbeteiligung nicht-deutscher Kollaborateure an den Gräueltaten des NS-Regimes nahm lange Zeit keinen großen Platz im allgemeinen Geschichtsbewusstsein ein. Erst der Strafprozess gegen den ehemaligen ukrainischen KZ-Wachmann John Demjanjuk 2009 brachte das Thema einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein. Der Historiker und Professor für Geschichtsdidaktik an der Humboldt-Universität Berlin Thomas Sandkühler hat, basierend auf zwei Gerichtsgutachten in ähnlichen Fällen, eine ausführliche Analyse der Bedeutung „fremdvölkischer" Hilfskräfte für die Durchführung nationalsozialistischer Vernichtungsaktionen in Osteuropa erstellt.


Im Gespräch mit Frank Bajohr, Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München, zeigt Thomas Sandkühler wie das NS-Regime nach dem Überfall auf die Sowjetunion ukrainische Hilfspolizisten für seine Verbrechen rekrutierte. Selten machten diese freiwillig mit, ihr Beitrag zum Holocaust war jedoch essenziell. Damit stellt sich nicht nur die Frage nach Zwangsarbeiter – oder Mittäterschaft, sondern auch nach historischer Mitverantwortung und der europäische Dimension des Holocaust.



Ort Online via Livestream auf www.youtube.com/nsdoku

Keine Anmeldung notwendig

Teilnahme kostenfrei

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München




Abb.: Eine Gruppe „Trawnikis“ auf dem Gelände des Vernichtungslagers Sobibór im Jahr 1943 | © United States Holocaust Memorial Museum collection, gift of Bildungswerk Stanislaw-Hantz

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