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19.09.2021 | 10.00 Uhr

Ende der Zeitzeugenschaft?

Öffentlicher Rundgang

Am 23. Juni 2021 eröffnete die Schau „Ende der Zeitzeugenschaft?“, die vom Jüdischen Museum Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg entwickelt wurde. Für den Ausstellungsort München ist sie vom NS-Dokumentationszentrum München inhaltlich adaptiert und um regionale Zeitzeugnisse erweitert worden. Die Zeitzeugenschaft des Holocaust geht ihrem Ende entgegen. Nur noch wenige Überlebende der NS-Herrschaft können aus eigener Erfahrung sprechen – oder von jenen Menschen berichten, die im Holocaust ermordet wurden. Was bleibt, sind literarische Zeugnisse und Videointerviews der Überlebenden – sowie die Frage danach, wie wir in Zukunft mit diesem Erbe umgehen wollen.


Deshalb richten wir den Blick auf die Geschichte der Zeitzeugenschaft und erkunden die komplexe Beziehung zwischen Zeitzeuge und Interviewer, Medium und Gesellschaft. Dabei steht die Erinnerung an die Shoah, wie sie in Interviews und Aufnahmen von öffentlichen Auftritten der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen überliefert ist, im Fokus. Sie wird zur Erzählung – einem Trauma abgerungen und zugleich das Produkt von Beziehungen und Interessen, abhängig von ihrem jeweiligen Kontext in Politik und Gesellschaft, vor Gericht oder Schulklassen, für die Forschung, das Fernsehen oder Kino.


Der Rundgang bietet einen Überblick in die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“, die die „Gemachtheit“ der Zeitzeugeninterviews und ihre gesellschaftliche Rolle seit 1945 hinterfragt.



Ort NS-Dokumentationszentrum München, Treffpunkt Foyer

Teilnahme kostenfrei. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, Plätze werden ab 15 min vor Beginn vor Ort vergeben.

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München


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