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06.01.2019 | 11.00 Uhr

Die Kriegsdienstverweigerung der Zeugen Jehovas in der NS-Zeit und ihre Bedeutung in der Bundesrepublik Deutschland

Vortrag zur Finissage von Hans Hesse

„Er lehnte aus Gewissensgründen den Kriegsdienst radikal ab. Bei der Kriegsgerichtsverhandlung sagte ihm der Hauptmann: ‚Was würde denn, wenn es alle Menschen so machen wie Sie?‘, worauf er die Antwort gab: ‚Dann wäre der Krieg gleich zu Ende.‘“ Dieser Bericht stammt von dem Stuttgarter Stadtpfarrer Rudolf Daur. Er hatte Anfang 1942 mehrfach den Zeugen Jehovas Gustav Stange in der Haft besucht. Stange wurde am 20. Februar 1942 hingerichtet.


Die Zeugen Jehovas wurden von der Militärjustiz gnadenlos verfolgt. Sie stellten unter den in der NS-Zeit von der Wehrmachtsjustiz verurteilten Kriegsdienstverweigerern die meisten Opfer. Nach 1945 floss die Verfolgungsgeschichte der Kriegsdienstverweigerer, insbesondere das Beispiel der Zeugen Jehovas, in der NS-Zeit in die Diskussion um das Grundgesetz ein.


Hans Hesse studierte Neue Geschichte, Alte Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin und hat umfassend zur Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR geforscht.



Ort NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München

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