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22.01.2019 | 19.00 Uhr

Die Gedächtnislosen

NS-Doku & Literaturhaus

Im Gespräch mit Géraldine Schwarz

In ihrem Buch „Die Gedächtnislosen“ stellt Géraldine Schwarz die These auf, die aktuellen rechtpopulistischen Strömungen in Europa seien damit zu erklären, wie sich die europäischen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt haben. Zur Veranschaulichung verknüpft die in Frankreich aufgewachsene Autorin ihre Familiengeschichte mit den großen Entwicklungen.


Überdeutlich sind für sie die Unterschiede beim Umgang mit der nationalen Geschichte: Während in Deutschland auch Mitläufertum und Mittäterschaft thematisiert wurden, blendete man diese in Frankreich weitgehend aus. In der Bundesrepublik entstand ein differenziertes Verständnis individueller Verantwortung in der Demokratie und ein kollektives Bewusstsein für die Gefahren rechtspopulistischen Denkens. Die sogenannte Willkommenskultur sieht Schwarz als Ausdruck eines an der Geschichte geschulten europäischen Humanismus. Der Umkehrschluss aus dieser These heißt: Wo eine Auseinandersetzung mit der Kollaboration spät oder kaum stattgefunden hat, erstarken die Parolen des Rechtspopulismus umso unkontrollierter.


Die deutsch-französische Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin Géraldine Schwarz spricht mit Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum) über ihre Deutungen und ihren sehr persönlichen Beitrag zur Erinnerungskultur.



Ort NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem Literaturhaus München

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