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16.07.2019 | 19.00 Uhr

„Ausländer raus!“ – Schlingensiefs Container

Film und Gespräch mit Paul Poet und Sarah Hegenbart

Was sind die psychologischen Motive von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit? Christoph Schlingensiefs Container, den er 2000 im Rahmen der Wiener Festwochen im Zentrum Wiens errichtete, war ein Versuch dies herauszufinden. Inspiriert durch das TV-Format „Big Brother“ konnte Schlingensiefs Publikum aktiv an der Abschiebung von Migrantinnen und Migranten, die in dem Container wohnten, partizipieren. Der Filmemacher Paul Poet begleitete Schlingensiefs Experiment, sich Rassismus und Angst vor dem Fremden künstlerisch anzunähern und dokumentierte die Reaktionen, die ebenso ambivalent waren, wie der Container selbst.


Schlingensiefs Containeraktion „Bitte liebt Österreich!“ war gleichzeitig auch eine Auseinandersetzung mit dem Rechtsruck der FPÖ und den rechtspopulistischen Aussagen ihres damaligen Parteivorsitzenden Jörg Haiders. Schlingensief warf dabei der Kronen Zeitung einseitige Berichterstattung vor, die zu Fremdenhass und dem Erstarken des Rechtsextremismus führe. Mit Blick auf Hans-Christian Straches Äußerungen im sogenannten „Ibiza-Video“, das im Mai 2019 öffentlich wurde und in dem er das Aufkaufen der Kronen Zeitung insinuierte, könnte Schlingensiefs Aktion tagespolitischer nicht sein.


Sarah Hegenbart, Kunsthistorikerin und Philosophin, spricht mit Paul Poet über seinen Film und die Aktualität von Christoph Schlingensiefs Arbeit.


Ort NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München

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