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Departure Neuaubing. Europäische Geschichten der Zwangsarbeit

departure-neuaubing.nsdoku.de

Mit dem digitalen Geschichtsprojekt „Departure Neuaubing. Europäische Geschichten der Zwangsarbeit“ entwickelte das NS-Dokumentationszentrum München eine interaktive und interdisziplinäre Web-Anwendung, die die Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit als eine europäisch-vernetzte Geschichte erzählt.

Digitale Medien bieten die Möglichkeit, Distanzen zu überwinden, transnationale Verweise sowie transhistorische Verknüpfungen aufzuzeigen. Die NS-Zwangsarbeit bedeutete Verschleppung von Millionen von Menschen aus vielen europäischen Ländern: auch in München-Neuaubing als einem Zentrum der NS-Rüstungsindustrie (mit den ansässigen Dornier-Werken und der Reichsbahn), waren Menschen aus den Gebieten der Sowjetunion, Polen, Niederlande, Frankreich und Italien u.a. in einem NS-Zwangsarbeiter*innenlager untergebracht.

Das Digitalprojekt setzt an diesen historischen Zusammenhängen an und richtet den Blickwinkel auf die europäischen Verbindungen bis heute und beleuchtet Fragen der erzwungenen Migration und Ausbeutung. „Departure Neuaubing“ fragt aber auch nach Rückkehr, dem Umgang mit den Erfahrungen im Nachkriegseuropa sowie Kontinuitäten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bis in die Gegenwart.

Gemeinsam mit den Künstler*innen Sima Dehgani, Leon Kahane und Fabian Bechtle, Hadas Tapouchi, Franz Wanner, dem Journalisten Alex Rühle und der Fotografin Alessandra Schellnegger sowie in Zusammenarbeit mit den Medienpädagog*innen von mediale pfade und dem Studio Paintbucket Games sind sechs Projekte entstanden, die sich auf vielfältige Weise mit Themen wie Ausbeutung, erzwungene Migration, Verdrängung und Erinnerung beschäftigen. „Departure Neuaubing“ bietet künstlerische, wissenschaftliche und spielerische Zugänge an und setzt das Wissen über die Geschichte der Zwangsarbeit in Beziehung zu gegenwärtigen Lebensrealitäten.

Twitter, Instagram & Facebook: #DepartureNeuaubing


Forced Abroad. Tage eines Zwangsarbeiters

Visual Novel von Paintbucket Games

Rotterdam, im Herbst 1944: Der 19-jährige Jan erlebt Kriegsalltag und Hungerwinter in der von den Deutschen besetzten Stadt. Anfang Januar 1945 wird er als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt. Der Visual Novel basiert auf originalen Tagebuchaufzeichnungen und erzählt ein bisher wenig bekanntes Kapitel deutscher Geschichte - erstmals in Form eines Spiels!

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Launch von „Departure Neuaubing“

Der Launch von „Departure Neuaubing“ fand am 22. Januar 2022 im NS-Dokumentationszentrum und live unter www.youtube.com/nsdoku statt und wurde von einem umfangreichen Begleitprogramm gerahmt:

15.00 Uhr | Robert Behrendt (medialepfade) gibt einen Einblick in die medienpädagogischen Zugänge des Projekts.


16.00 Uhr | Robert Preusse und Stefanie Rau (operative.space) präsentieren das Webdesign sowie das visuelle und typografische Konzept der Web-App.


17.00 Uhr | Gespräch zum Thema Geschichte und digitale Games mit Jörg Friedrich und Mona Brandt (Paintbucket Games) sowie Eugen Pfister (Historiker, Leiter des SNF-Ambizione Forschungsprojekt Horror-Game-Politics), moderiert von Paul-Moritz Rabe (Historiker, NS-Dokumentationszentrum München).


18.00 Uhr | Gespräch über den Umgang mit der Geschichte der ehemaligen ‚Ostarbeiter*innen‘ aus transnationaler Perspektive zwischen Ljubov Danylenko (Expertin zum Thema NS-Zwangsarbeit) und Daria Kozlova (Historikerin, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg), moderiert von Felix Jeschke (Historiker, LMU-München).


19.00 Uhr | Diskussion „Digitale Erinnerung als aktiver Prozess“ mit Christian Höschler (Arolsen Archives), Tabea Widmann (Universität Konstanz) und Céline Wendelgaß (Bildungsstätte Anne Frank)



„Departure Neuaubing“ wird entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm „NEUSTART KULTUR“.

NS-Zwangsarbeitslager Neuaubing
Erinnerungsort im Münchner Westen

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